Kopfkino
[ˈkɔp͡fˌkiːno], n. (umgangsspr., 20./21. Jh.) 1. fig. Unwillkürliche mentale Bilderwelt. Film im Kopf, der ohne bewusste Steuerung abläuft. Szenarien visualisieren sich, ohne dass du reale Informationen hast. Das Gehirn baut einen kompletten Film auf. 2. neg. Angstinduzierte Endlosschleife unangenehmer mentaler Bilder. Worst-Case-Szenarien laufen ab wie Horrorfilme. Besonders bei Angst oder Sorge aktiv (bosn. kino u glavi, slang filmić u glavi [Film, der endlos läuft]; fig. »film koji se sam pušta« [unkontrollierte Fantasie]; engl. mental cinema, head movies [Szenarien, die im Kopf ablaufen]). ● »Und dann der Dosensaft? Ich dachte, die Alte hat sich den Schritt schamponiert. Ich will grad kommen, und dann seh ich wie’s unten schäumt und blubbert. Alles weiß, Mann, alles! Als würdeste Schauma ficken, die Schampoo-Königin. Ich hab die Scheiße nicht mehr aus dem Kopf gekriegt. ‘ne Endlosspule des bösesten Films. Ganz mieses Kopfkino.«